„Sicherheit bei Dacharbeiten“ freut sich über 2.500sten Lehrgangsteilnehmer

 

Oftmals werden die Gefahren, die Dacharbeiten mit sich bringen, von vielen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern immer noch unterschätzt. Ein Absturz vom Dach endet jedoch meist mit schwersten Verletzungen – in Einzelfällen sogar tödlich – und hat im Schnitt rund neun Wochen Krankenstand zur Folge.

„Mit den Kursen ‚Sicherheit bei Dacharbeiten‘ wollen wir aktiv dazu beitragen, das Gefahren- und Sicherheitsbewusstsein in der Branche zu steigern. Wir freuen uns sehr, dass wir mit den praxisnahen Schulungsinhalten mittlerweile 2.500 Personen für die Prävention von Dachunfällen begeistern konnten“, erklärt Ing. Bernd Toplak, Präventionsexperte der AUVA-Landesstelle Wien.

 

Im Sinne der Prävention

Um solchen Unfällen präventiv vorzubauen, bietet daher die AUVA-Landesstelle Wien mit finanzieller Beteiligung durch die Landesinnungen interessierten Betrieben aus Wien, Niederösterreich und dem Burgenland seit mehreren Jahren ein maßgeschneidertes Schulungsangebot an. 2017 wurde dieses um spezielle Kurse für Glaser erweitert, die neben Dachdeckern, Spenglern und Holzbauern zu den gefährdeten Berufsgruppen gehören, wenn es um Absturz bei Arbeiten in der Höhe geht.

 

Üben für die Sicherheit

Zwischen 16.1. und 21.2. werden im Trainingszentrum der Höhenwerkstatt in Baden auch heuer wieder an 17 Terminen die beliebten Aktiv-Lehrgänge für „sicheres Arbeiten auf Dächern und Schutz vor Absturz“ der Stufen „Basis“, „Refresher“ und „Aufbau“ abgehalten. „Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden nicht nur in der Theorie die wichtigsten Sicherheitsaspekte für richtiges Arbeiten auf Dächern bzw. in der Höhe vermittelt, sie können auch die wichtigsten Handgriffe unter gesicherten, aber praxisnahen Bedingungen intensiv üben und mit Profis geeignete Lösungen für die jeweiligen Situationen finden“, so Toplak.

 Für teilnehmende Betriebe stellen die Kurse eine gute Möglichkeit für die Erhöhung der Arbeitssicherheit dar, da sie nicht nur einen wesentlichen Beitrag für die gesetzlich geforderten praktischen Übungen leisten, sondern besonders neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur kompakten Auffrischung bereits gelernter, essenzieller Inhalte dienen.

Die Schulungsinhalte richten sich an ArbeiterInnen ebenso wie an VorarbeiterInnen und Führungskräfte. „Korrekte Eigensicherung und regelmäßiges Üben unter gesicherten Bedingungen sind das Um und Auf, um im Ernstfall richtig reagieren zu können. Denn aufpassen alleine reicht bei Dacharbeiten nicht aus“, betont Toplak.

 

Manuel Fuchs von der Firma Hubert Wöber aus Kirchberg am Wechsel ist der 2.500ste Teilnehmer der „Sicherheit bei Dacharbeiten“-Lehrgänge. Es gratulierten (v.l.n.r.) Lukas Blauensteiner (Hoehenwerkstatt), Friedrich Sillipp (Landesinnung NÖ/Vorsitzender Berufsgruppe Dachdecker) und Bernd Toplak (AUVA-Landesstelle Wien).

 

Sicherheit bei Dacharbeiten Gruppenbild 2019

Die Teilnehmer des „Jubiläumslehrgangs“ vor Beginn der praktischen Übungen im Trainingszentrum Baden.

Fotos: © AUVA/lwtaf